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Wie kommt der Tee in den Teebeutel?

Mmmmh wie das duftet, so eine frische Tasse Pfefferminztee!

Tee - schnell und einfach genießen, im Büro, zu Hause, beim Lernen, Essen oder Entspannen. Den Teebeutel einfach aus der Packung herausnehmen, hinein in die Tasse, sprudelnd kochendes Wasser darüber und schon nach kurzer Zeit kann man seinen Tee genießen. Aber wie kommt eigentlich z.B. die so wohlschmeckende delikate Pfefferminze in den Teebeutel? Wir verfolgen den Weg des Tees anhand einer Teefirma aus Thüringen.

Zuerst benötigt man Pfefferminze bester Qualität. Bei Goldmännchen-TEE wird diese delikate Qualität in Thüringen angebaut, z.B. auf einem Feld bei Ranis in der Nähe von Gera. Hier sind die Bodenbeschaffenheit, das Klima und andere äußere Faktoren besonders günstig für das gesunde und kräftige Wachstum der Pfefferminze.

Pfefferminze wird zwischen Juli und September geerntet, noch bevor sie violett blüht, da dann der Geschmack intensiver ausfällt und die Qualität des Tees besser ist. Doch bevor die Pfefferminze in den Teebeutel gefüllt wird, muß sie sorgfältig gereinigt, getrocknet und geschnitten werden. Das übernehmen spezielle Maschinen in der Nähe der Felder, die beim Trocknen auch ungewollte Stengel und dergleichen aussortieren.

Da ein Teebeutel nur ein begrenztes Volumen aufweist, wird die Pfefferminze anschließend klein geschnitten. Der Feinschnitt (feine Schnitt) ist zudem wesentlich intensiver im Geschmack als lose, ganze Blätter. Das gängige Vorurteil, daß für Teebeutel schlechtere Qualitäten eingesetzt werden, stimmt daher nicht.

Bodenbeschaffenheit, Wind, Regenmenge und Sonnenscheindauer beeinflussen den Geschmack der Pfefferminze. Da die Kräuter daher nicht jedes Jahr gleich schmecken, übernehmen Tea-Taster bei Goldmännchen-TEE die Aufgabe, daß die Pfefferminze von unterschiedlichen Feldern jedes Jahr möglichst den gleichen Geschmack aufweist. Die gereinigte, getrocknete, durch die Tea-Taster (Tee-Verkoster) abgestimmte sowie im Labor untersuchte Pfefferminze wird entsprechend den Vorgaben in riesigen Säcken (engl. Bigbags) von bis zu 500 kg verpackt und zur Teefabrik nach St. Gangloff zur Teefabrik gefahren. Dort warten auch schon zahlreiche Teemaschinen darauf, den Tee zu portionieren und abzupacken. ie angelieferten Bigbags werden über der Maschine aufgehängt, so daß der Tee über einen Trichter langsam in die Maschine rieseln kann. Doch bevor der Tee in den Teebeutel kommt, muß er portioniert werden. In einem Teebeutel Pfefferminze für eine Tasse Tee befinden sich z.B. bis zu 2,25 Gramm Pfefferminze.

Nun wird das Filterpapier unter der Portionierung waagerecht entlang geführt und die mit Pfefferminztee gefüllten Dosierkammern entleeren sich auf das Filterpapier. Beide Seiten des Filterpapiers werden darüber gefaltet und "gerändelt". Rändeln bedeutet, daß aus dem Filterpapier durch Quetschen und Falzen, also mechanischem Verschließen, ein Schlauch entsteht.

Der anschließend geschnittene, 16 cm lange und 4,5 cm breite Schlauch wird nun an den offenen Seiten zusammen geführt und mit Hilfe einer kleinen Metallklammer aus Aluminiumdraht verschlossen. Gleichzeitig wird der Faden angebracht und daran das Tee-Etikett, auf dem steht, um welche Sorte Tee es sich handelt. Bis zu 180 Teebeutel können mit einer Teebeutelmaschine in der Minute hergestellt werden. Da eine Verpackung Tee in der Regel mit 20 Teebeuteln gefüllt ist, können neun Packungen Tee in der Minute produziert werden.

Abschließend werden die fertigen Teebeutel automatisch in eine Packung geführt, die Packung wird geschlossen und gewogen. Weicht die Packung von dem vorgegebenen Gewicht ab, wird die Teepackung automatisch aussortiert. Bevor der Tee die Teefabrik verläßt, wird noch einmal überprüft, ob die Qualität in den Punkten Geschmack, Geruch und Farbe den vorgegebenen Richtlinien entspricht. Dann erst kann der Tee verkauft werden. Somit steht dem Genuß von würzig-frisch schmeckendem Pfefferminztee fast nichts mehr im Wege. Denn nun werden die fertigen Packungen in Kartons verpackt und kommen von dort in die Supermärkte.

Tee-Info:

Zubereitung von Tee:
Pro Tasse einen Teebeutel verwenden. Tee immer mit sprudelnd kochendem Wasser aufgießen, niemals den Tee oder das Wasser in der Mikrowelle erhitzen. Früchte- und Kräutertees in der Regel circa acht Minuten ziehen lassen, mindestens jedoch fünf Minuten.

Lexikon Pfefferminze (Menthae piperitae folium):
Name und Herkunft der Minze werden in der griechischen Mythologie beschrieben: Minthe war Tochter des Flußgottes Kokytos. Pfefferminze ist heimisch in Europa und Amerika. Es gibt mehr als 30 Minzearten. Eine positive Wirkung hat der Tee bei Brechreiz, Übelkeit, Magen-Darm-Schmerzen aber auch Periodenschmerzen.

Geschichte des Teebeutels:
Die Idee des Teebeutels ist heute schon über 200 Jahre alt, auch wenn er damals anders aussah als heute. Vielmehr entstand die Idee des Teebeutels durch Zufall, als der amerikanische Teehändler Thomas Sullivan im Jahr 1904 einige Warenproben in kleinen Seidenbeuteln an seine Kunden schickte. Anstatt den Tee wieder auszupacken, tunkten seine Kunden den kleinen Beutel kurzerhand in das heiße Wasser und fanden diese Zubereitungsart sehr praktisch. Die Idee des Teebeutels war geboren.

Teataster:
Teataster ist ein Berufsbild für geschärfte Sinne. Eine verantwortungsvolle Aufgabe und Kunst zugleich, die nicht nur Talent, Passion, Geschmack und Fingerspitzengefühl, sondern auch Erfahrung und vor allem viel Erinnerungsvermögen erfordert. Teataster sind wahre Teeliebhaber und es dauert lange Zeit, bis man durch tägliches Tee-Verkosten geschmacklich soweit sensibilisiert ist, daß man die Proben genau beurteilen kann. Kein Wunder also, daß der Werdegang mindestens fünf Jahre beträgt.

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